Earmark · Product Design · Native App
Incoming · Prototyp in Entwicklung
Earmark: Earmark
Stellen aus gedruckten Büchern speichern, wiederfinden und verbinden.
Wenn ich in echten Büchern lese, markiere ich viel, mache mir aber selten die Mühe, Stellen abzutippen. Earmark speichert Buchpassagen schnell per Kamera, merkt sich Buch und Seitenzahl und hilft mir, nach einer Lesepause sofort wieder reinzukommen.
01
Markiert ist schnell. Wiedergefunden selten.
Aus meinem eigenen Lesealltag ergaben sich drei simple Regeln für die App:
Drei Regeln
In Sekunden speichern
Wenn das Erfassen zu lange dauert, legt man das Handy beim Lesen gar nicht erst in die Hand.
Seite immer mitnehmen
Ein Zitat bringt mir später nichts, wenn ich nicht mehr weiß, aus welchem Buch und von welcher Seite es stammt.
Anschluss nicht verlieren
Nach zwei Wochen Pause will ich sofort sehen, wo ich stehengeblieben bin und was zuletzt wichtig war.
02
Fotografieren, markieren, weiterlesen.
Seite abfotografieren, Textstelle anwählen, speichern. Damit man nicht aus dem Lesefluss gerissen wird, verzichtet der Hauptflow auf Pflichtfelder für Notizen oder Tags. Wer etwas ergänzen will, kann das optional im Nachgang tun.
Textauswahl · aus den Gerätetests
- Verworfen
Direkt im Foto
Beim Ziehen eines Rahmens auf dem Foto rutschten bei offenen Büchern ständig Wörter der gegenüberliegenden Buchseite mit in die Auswahl.
- Verworfen
Nur im Rohtext
Im rein erkannten Text ließ sich zwar sauber markieren, man verlor aber komplett den Überblick, wo man sich auf der Buchseite befindet.
- Aktuell
Seite + Text
Erst tippt man kurz die gemeinte Buchseite an, dann markiert man den Text, mit dem Foto als Orientierung im Hintergrund.
03
Nach einer Pause direkt wieder drin.
Öffnet man ein Buch in der App, zeigt eine Karte den letzten Stand: die aktuelle Seitenzahl, die letzten Markierungen und eigene Notizen. Ein Tipp auf Weiterlesen schließt die Karte einfach wieder: gelesen wird weiter im echten Buch, nicht auf dem Display.
04
Ordnen nach Fragen, nicht nach Ordnern.
Statt Zitate nur lose zu sammeln, ordnet man sie in Earmark eigenen Fragen zu (z. B. „Wie entstehen Routinen?“), entweder als Pro-Argument oder als Widerspruch. So sieht man in einer einfachen Liste sofort, wie verschiedene Bücher zum selben Thema stehen. Ein kleiner Graph zeigt zusätzlich den Überblick.
Von der Frage zurück zur Fundstelle
05
Zitat und App klar getrennt.
Damit man Inhalte sofort erfassen kann, nutzt die App zwei Schriften: Alle eingescannten Buchstellen stehen in einer klassischen Buchschrift (Source Serif 4), alle Buttons und App-Infos in einer klaren Sans-Serif (Satoshi).
06
Gebaut und im eigenen Lesealltag getestet.
Der Android-Prototyp läuft lokal mit React Native und Expo. Kamera-Erfassung, Buchansicht und Fragen-System stehen.
Als Nächstes tausche ich hier auf der Seite die schematischen Flows gegen die echten App-Screens aus und teste mit anderen Leserinnen und Lesern, ob die neue Textauswahl auch ohne Erklärung auf Anhieb klappt.